Think for yourself

Im Waschsalon wird mit Affen und Bananen experimentiert. Nach dem Schleudergang fehlen dann zwar mal wieder einige Socken, dafür gibt es aber nützliche Weißheiten:

Lassen Sie niemals zu, dass Affen Sie davon abhalten, Ihre Ziele zu erreichen!

Die Geschichte erinnert mich auf irgendeine Art an das Kamasutra Kalama Sutra - eine nette kleine Parabel des Buddhismus.

Buddha



[Quelle f/1.4]

Die Geschichte geht ungefähr so:

Die Einwohner Kalamas beschwerten sich einmal bei Buddha über die vielen religiösen Lehrern, von denen jeder eine andere Wahrheit vertrat.
Die armen Kalamer wussten nämlich durch die vielen Wahrheiten überhaupt nicht mehr, welche Wahrheit den am wahrsten war.

Darauf hin sprach Buddha (hier setzt leise meditative asiatische Musik ein):

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Kulturschock

Der Kreuzblogger zieht von der Spree an die Isar und und macht sich so seine Gedanken:

das studium des aldi prospekts ist für viele hier ebenso fester bestandteil einer woche wie der sonntäglich kirchenbesuch. sollte man nicht die albrecht brüder mit der erhebung der kirchensteuer beauftragen? wenn’s bei aldi gutscheinhefte für kirchenbesuche zu 9,99 euro geben würden, wären die kirchen sicher schnell wieder voll.

[via]

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Viele Seelen wohnen, ach, in meiner Brust


Matt Ruff Matt Ruff | Ich und die anderen

Auf Matt Ruff bin ich erst vor einigen Jahren gestoßen und zwar durch den auch sehr empfehlenswerten Roman Fool on the Hill.

Während Fool on the Hill der Phantastik zuzurechnen ist und eher in der Tradition eines Terry Pratchett, Neil Gaimann oder Douglas Adams steht, ist sein neuster Roman Ich und die anderen gänzlich anders. Ruff behandelt hier auf sehr geniale Weise eine ernsthafte psychische Erkrankung: die dissoziative Identitätsstörung, auch bekannt unter dem Begriff der multiplen Persönlichkeit.

Ruff beschreibt das multiple Seelenleben der Hauptfigur Andy Gage sehr eindrücklich mit einer faszinierenden Metapher: Andys verschiedenen Persönlichkeiten “wohnen” nämlich in einer Art WG in einem Haus in seinem Kopf.

Wie in jeder WG, treffen hier dann auch sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander. Und obwohl es Andy dank einer Therapie geschafft hat, dass sich alle “Bewohner” durch das Einhalten bestimmter Regeln irgendwie arrangiert haben und eigentlich (bis auf ein paar kleinere Meinungsverschiedenheiten) gut miteinander auskommen, gibt es da ja noch die täglichen Herausforderungen “draußen” in der realen Welt.

Als Andy dann eines Tages bei seiner Arbeit auf eine andere Multiple trifft, die noch gar nicht weiß, dass sie eine Multiple ist, fangen die Probleme erst richtig an …

Mit Ich und die anderen ist es Matt Ruff gelungen, mit (leisem) Humor und viel Einfühlung diese besondere Persönlichkeitsstörung in einen sehr unterhaltsamen und spannenden Roman zu verpacken.

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Ahnenforschung

Wer schon immer mal wissen wollte wie oft sein Name in Deutschland vorkommt und wo eigentlich die ganzen Verwandten wohnen, kann sich beim Onlinedienst Geogen kostenlos als Genealoge versuchen.

Wen es darüber hinaus interessiert was sein Name eigentlich bedeutet (oder was seine Vorfahren so getrieben haben) wird eventuell bei Jürgen Udolph fündig.

Udolph ist Professor für Onomastik (was für ein Wort) und dürfte mittlerweile durch Beiträge bei SPON und zahlreichen TV-Auftritten über Berlin hinaus recht bekannt sein (im Berliner Radio Eins erklärt Udolph seit Jahren in der tägliche Rubrik Numen Nomen Namen die Herkunft und Bedeutung von Hörernamen).

[via]

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Meatrix

Meatrix



In dem Trickfilm The Meatrix (Flash) schlucken wir die rote Pille und erfahren so einiges über die Realität der Massenproduktion von Nahrungsmitteln (leider mit miserablen deutschen Synchronstimmen).

(Es gibt auch noch einen 2. Teil. Warten wir also geduldig auf Teil 3.)

In diesem Zusammenhang ist übrigens auch der österreichische Dokumentarfilm We feed the world sehr zu empfehlen.

Ich habe zuerst gleichnamiges Buch gelesen, welches eigentlich als Ergänzung zum Film gedacht ist. Eine Art Making-Of mit zahlreichen Hintergrundinformationen. Kann aber ohne weiteres auch gelesen werden ohne den Film gesehen zu haben. Ist wirklich sehr lesenswert!

(Ohne Euch jetzt den Appetit verderben zu wollen, aber danach seht Ihr die Supermarktregale mit anderen Augen…)

Tsts, mein erster richtiger Eintrag und dann gleich sowas?

Nunja: das Thema ist eben wichtig…

Aber nein - keine Angst: ich bin kein militanter hardcore-öko-Veganer - noch nicht einmal Vegetarier.

Aber (spätestens) als Vater von zwei kleinen Kindern fängt man an sich näher damit zu beschäftigen, was man da eigentlich so isst.

In diesem Sinne: Support your local Biobauer, -markt, -laden oder wen auch immer - aber tut was!

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