Mediaspree versenken

Spot für den Bürgerentscheid gegen Mediaspree in Berlin am 13. Juli 2008:

Mediaspree Versenken - Pappsatt from Pappsatt on Vimeo.

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Kategorie: Reden, Sehen, Ärgern | Keine Kommentare

Rettet die Delfine

Ohne Worte:

[DirektLink]

Damit die Bücher von Douglas Adams nicht bald traurige Realität werden, hier bei der Online-Petition mitmachen!

Mehr Informationen zum Delfin-Massaker in Japan gibt es hier und hier.

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Einfache Lösung

Killerspiele allerorten.
Sind schuld.
Gehören verboten.
Dann wird alles gut.

So tönt es von überall.
Natürlich auch gestern in den Tagesthemen (die sich immer mehr durch eine besondere Kompetenz hinsichtlich der neuen Medien auszeichnen), mit Hardliner-Kommentar von Norbert Carius.

Was soll man dazu sagen:

Jetzt kommen sie wieder alle, die Stoibers, Becksteins und wie sie alle heißen und freuen sich über so Zeiten.

Jedes mal wenn ein Politiker das Wort „Killerspiel“ in den Mund nimmt würde ich am liebsten Amok laufen.

Ich habe noch niemanden gesehen, der mit einem Computerspiel jemanden anderen erschossen hat.

Daß Haß, Verachtung und Gewalt im Alltag und nicht nur auf dem Bildschirm gelebt werden, erwähnt aber niemand. Und kaum jemand scheint es absurd zu finden, ein Verkaufsverbot für Counterstrike statt für Waffen zu fordern!

Warum wird nicht ein Verbot von Eltern diskutiert, die ihre Kids vor dem PC versauern lassen? Warum merken Lehrer nicht, wenn Schüler gemobbt und zu Außenseitern werden?

Verdammt, muss man sich jetzt also doch wieder auf die Erziehung konzentrieren. Nein, zum Glück nicht. Denn wir haben ja ein neues Feindbild: Killerspiele.

Wir stehlen unseren Kindern ihre Zukunft, und wundern uns das sie sich wehren. Wir geben ihnen schwarze Farbe, und wundern uns, warum das Bild ihres Leben ein trauriges ist. Und sind wir tatsächlich erstaunt, das diese jungen Menschen bar jeder Hoffnung hochgradig labil sind und schlussendlich dann ihren Frust in Gewalt äussern. Ihr Leben so wenig wert schätzen, als das sie es in einem Fanal enden lassen.

Und es wird wieder passieren. Wie in Emsdetten.

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Schuldig!

Small World

[© Flickr | bubba trout]

Schuld sind Computerspiele, Internet, Computer, Musikvideos, Fernsehen, Privatsender, Horrorfilme, Radio, Raubkopierer, CDs, GEZ-Nicht-Zahler, Medien, Zeitungen, Axel Springer, TAZ, Comics, Bücher, Buchdruck, Heavy Metal, Rock, Rock’N'Roll, Hotten-Totten-Musik, Hippies, Langhaarige, Kriegsdienstverweigerer, 68er, Generation XYZ, Rechte, Linke, Liberale, Verhütungsmittel, Ausländer, Moslems, Juden, Christen, Schwarze, Weiße, Gelbe, Freimaurer, Illuminaten, Mafia, Fast Food, Amerika, Bin Laden, Al-Qaida, Kommunisten, Kapitalisten, Atheisten, Scientology, Kirche, Gott, Judas, Jesus, Römer, Gallier, Papst, Globalisierung, 3. Welt, Arme, Reiche, Mutter, Vater, Geschwister, Oma, Opa, Du, Er, Sie, Es, Karma, Politik, Regierung, Opposition, Lehrer, Schule, Gesellschaft…

Gesellschaft? Wer soll das denn sein?

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Gegen Internetzensur

Reporter ohne Grenzen



Die Reporter ohne Grenzen rufen heute mit einer Aktion gegen die Internetzensur auf.

Man kann 24 Stunden lang symbolisch (?) per Klick die schwarzen Löcher des Internets schließen:

Auf www.rsf.org finden Sie während der 24 Stunden die 13 Länder aufgelistet, die die größten Feinde des Internets sind. Mit einem Klick auf eine interaktive Karte können Sie helfen, dass die „Schwarzen Löcher des Internets“ innerhalb der 24 Stunden verschwinden. Jeder Klick zählt. Und jeder Klick hilft Reporter ohne Grenzen, sich noch nachdrücklicher für einen freien Informationsfluss im Internet einzusetzen

Außerdem kann man Yahoo noch sagen, was man von der Zensur in China hält oder ein Blog erstellen.

An und für sich eine gute Sache.

Ich frage mich bloß, warum nur diese 13 Länder als Feinde des Internets tituliert werden?

Sicher, bei der Zensur in diesen Ländern geht es meistens auch um schwere Menschenrechtsverletzungen. Was aber ist mit der alltäglichen Internetzensur und den zunehmenden Abmahnwellen bei uns oder in den USA?

Update:

17.000 haben gegen Internetzensur abgestimmt. Einzelheiten gibt es hier und hier.

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Aber wir wissen es …

Rette mich

[© Flickr | noqontrol]

Am Samstag nahm sich Jörg Thadeusz in der Berliner Zeitung in der Kolumne Ich weiß es doch auch nicht … anlässlich der YouTube-Übernahme durch Google mal so richtig diese ganzen Webschreiberlinge namens Blogger zu Brust:

Achtung, Webblogger! Kauft Euch linierte Kladden. Schreibt dort rein, warum Ihr meint, das der nordkoreanische Diktator ein feiner Kerl ist und der 11. September eine Verschwörung Außerirdischer war. Trefft Euch mit anderen Spinnern und lest Euch gegenseitig vor.

Natürlich, Herr Thadeusz ist nicht der Erste, der Blogger und die neu entstehenden Marktplätze des 3. Jahrtausends (wie z.B YouTube) nicht ernst nimmt. Aber ob nun Klowand oder 99 prozentiger Schrott - woher kommt bloß diese maßlose Fehlinterpretation?

Jeder nur halbwegs intelligente Mensch, der sich die Mühe macht und sich mit dem sogenannten Web 2.0 etwas ausführlicher beschäftigt, muss merken, dass da gerade etwas ganz Großes im Gange ist, was die Medienlandschaft und unsere Art, miteinander zu kommunizieren über kurz oder lang (eher kurz) so ziemlich umkrempeln wird.

Ich will jetzt den Fall der Mauer nicht mit dem Web 2.0 gleichsetzen (Blasen kommen und platzen) - aber mich beschleicht angesichts der visionären und fast schon revolutionär zu nennenden Kraft, die meines Erachtens hinter den Blogs steht, regelmäßig ein ähnliches Kribbeln, wie ich es zuletzt beim Fall der Mauer gefühlt habe - eine historische Gänsehaut sozusagen.

Um vielleicht nur eine leichte Ahnung davon zu bekommen, welche Umwälzungen im Moment so passieren, sei Herrn Thadeusz das Buch Wir nennen es Arbeit von Holm Friebe und Sascha Lob wärmstens empfohlen. Auch im gleichnamigen (Oh Gott - Sie ahnen es vielleicht) Weblog (übrigens nur mit einem “B”) finden sich Gründe, warum das Bloggen keinesfalls unterbewertet werden sollte.

Aber es geht noch weiter:

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