Eine Geschichte wie aus einem Psychothriller a la Sieben - die leider keine Fiktion ist, sondern die bittere Realität.
Da entführt jemand ein 10-jähriges Mädchen und hält es 8 Jahre lang in einem 3 mal 4 Meter großem Verließ gefangen. 8 Jahre!

Einfach unvorstellbar! Wer selbst Kinder hat, kann sich eventuell vorstellen, welche unsagbaren Qualen die Eltern durchgemacht haben müssen - von dem Opfer einmal ganz abgesehen.
Das Bemerkenswerte an diesem Fall ist, dass Natascha Kampusch es nach so langer Zeit geschafft hat selbstständig zu fliehen.
Das der Entführer nach 8 Jahren eventuell etwas leichtsinnig wird, ist nachvollziehbar.
Da aber nach bisherigen Erfahrungen mit Entführungsopfern sich gewisse Bindungs- und Abhängigkeitsverhältnisse einstellen (als Stockholm-Syndrom bekannt), die umso stärker werden, je länger die Geiselnahme dauert, kann man sich vielleicht denken, wie schwer es für die Frau gewesen sein muss, auch die psychischen Fesseln zu ihrem Entführer abzustreifen.
Da kann man der Frau für die Zukunft nur viel Kraft wünschen.