
[© Flickr | noqontrol]
Am Samstag nahm sich Jörg Thadeusz in der Berliner Zeitung in der Kolumne Ich weiß es doch auch nicht … anlässlich der YouTube-Übernahme durch Google mal so richtig diese ganzen Webschreiberlinge namens Blogger zu Brust:
Achtung, Webblogger! Kauft Euch linierte Kladden. Schreibt dort rein, warum Ihr meint, das der nordkoreanische Diktator ein feiner Kerl ist und der 11. September eine Verschwörung Außerirdischer war. Trefft Euch mit anderen Spinnern und lest Euch gegenseitig vor.
Natürlich, Herr Thadeusz ist nicht der Erste, der Blogger und die neu entstehenden Marktplätze des 3. Jahrtausends (wie z.B YouTube) nicht ernst nimmt. Aber ob nun Klowand oder 99 prozentiger Schrott - woher kommt bloß diese maßlose Fehlinterpretation?
Jeder nur halbwegs intelligente Mensch, der sich die Mühe macht und sich mit dem sogenannten Web 2.0 etwas ausführlicher beschäftigt, muss merken, dass da gerade etwas ganz Großes im Gange ist, was die Medienlandschaft und unsere Art, miteinander zu kommunizieren über kurz oder lang (eher kurz) so ziemlich umkrempeln wird.
Ich will jetzt den Fall der Mauer nicht mit dem Web 2.0 gleichsetzen (Blasen kommen und platzen) - aber mich beschleicht angesichts der visionären und fast schon revolutionär zu nennenden Kraft, die meines Erachtens hinter den Blogs steht, regelmäßig ein ähnliches Kribbeln, wie ich es zuletzt beim Fall der Mauer gefühlt habe - eine historische Gänsehaut sozusagen.
Um vielleicht nur eine leichte Ahnung davon zu bekommen, welche Umwälzungen im Moment so passieren, sei Herrn Thadeusz das Buch Wir nennen es Arbeit von Holm Friebe und Sascha Lob wärmstens empfohlen. Auch im gleichnamigen (Oh Gott - Sie ahnen es vielleicht) Weblog (übrigens nur mit einem “B”) finden sich Gründe, warum das Bloggen keinesfalls unterbewertet werden sollte.
Aber es geht noch weiter:
Den ganzen Beitrag lesen »